Urbane Landwirtschaft in Stuttgart:
In den letzten Jahren konnte im Stuttgarter Raum ein immer stärkeres bürgerschaftliches Engagement im Bereich der urbanen Landwirtschaft beobachtet werden: Stadtacker Wagenhallen, Gemüseselbsternte Projekte in Möhringen, Mühlhausen und Backnang, solidarische Landwirtschaft Stuttgart, 4.500 Kleingärten, 73 Schulgärten, mehrere Gemeinschaftsgärten, und vier Selbsternte-Projekte.
Das Angebot deckt jedoch bei weitem nicht die Nachfrage nach Gärten. Laut dem Amt für Stadtplanung und Stadterneuerung wird der Bedarf an Kleingärten in Stuttgart auf 14.700 Stück geschätzt und mit 1.600 Personen auf den Wartelisten für Kleingartenparzellen beträgt die durchschnittliche Wartezeit acht Jahre. Es gibt über 100 Brachflächen im Zentrum von Stuttgart, die für eine gärtnerische Nutzung verwendet werden könnten. Es fehlt jedoch an einer städtischen Koordinationsstelle, die Brachflächen an interessierte Bürger vermittelt und darüber hinaus in finanzierungs- oder gartenbaulichen Fragen beratend zur Seite steht. Bestehende Hürden wie die Kontaktaufnahme zu Flächeneigentümern, mangelnde Koordination und Wissensaustausch zwischen den Gartenprojekten, fehlendes Wissen über Förderungsmöglichkeiten, sowie Beratung zu rechtlichen Fragestellungen erschweren die Initiierung neuer Gartenprojekte.
Für die Stadt Stuttgart fordern wir eine bei der städtischen Verwaltung angesiedelte Koordinationsstelle für urbane Landwirtschaft.
Die Koordinationsstelle soll folgende Aufgaben wahrnehmen:
- Brachflächenvermittlung
- Beratung in bürokratischen und rechtlichen Fragestellungen
- Vermittlung und Austausch zwischen bestehenden und neuen urbanen Landwirtschaftsprojekten
- Öffentlichkeitsarbeit: Eventveranstaltung, Tag der Stuttgarter Gärten etc.
- Austausch mit anderen Städten (z.B. München, Leipzig etc.)
- Vermittlung von Expertise zum Gärtnern und landwirtschaftlichen Anbau
Unseren ausführlichen Antrag gibt es unter: www.urbanelandwirtschaftstuttgart.jimdo.com
Koordinationsstelle für urbane Landwirtschaft
Platz:
809
in:
2013
Gemeinderat prüft:
nein
Kommentare