Zeitgemäßer Service für die Bürger*innen – Digitalisierung jetzt!

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Stuttgart (gesamt)
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  • Verwaltung
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Sparidee

Für unsere Stadt ist der Vorschlag:

Ergebnis:

738
weniger gut: -75
gut: 738
Meine Stimme: keine
Platz: 
88

Antrag:
Die Stadt Stuttgart soll die Digitalisierung unverzüglich real umsetzen, um Verwaltungsvorgänge effizienter und nachhaltiger zu gestalten, Bürger*innen zu entlasten und moderne Arbeitsbedingungen zu schaffen.
1. Einführung eines Enterprise Service Management Systems (ESM): Ein System wie „ServiceNow“ standardisiert städtische Abläufe, verkürzt Bearbeitungszeiten und schafft Transparenz. Eine stadtweite Einführung innerhalb eines Jahres sollte realisierbar sein und bietet langfristige Effizienzgewinne.
2. Einführung der Microsoft Office 365 Cloud-Lösung: Die Umstellung von veralteter Open-Source-Software auf Microsoft Office 365 ermöglicht eine moderne, sichere Arbeitsumgebung. Module wie Outlook könnten kurzfristig implementiert werden, während die vollständige Umstellung innerhalb von zwei Jahren erfolgen kann, was die Effizienz steigert und IT-Wartungskosten senkt.
3. Fokus auf Standardlösungen: Statt teurer Eigenentwicklungen sollte Stuttgart erprobte Standardsoftware einsetzen. Dies ist kostengünstiger, effizienter und entlastet den Haushalt. Die Einsparungen schaffen Mittel für soziale und/oder innovative bauliche Vorhaben.
4. Transformation des Amts für Digitalisierung:
Die Strukturen des Amts sollten ressourceneffizienter gestaltet werden um ein Mehrwert für Bürger*innen und Unternehmen zu bieten.
• Ressourcenverlagerung: Einsparungen bspw. bei Projektstellen und Verlagerung von Mitarbeiter*innen in Bürgerbüros, um den Vor-Ort-Service zu stärken.
• Flachere Hierarchien: Schlankere Strukturen ermöglichen schnellere Entscheidungen und effizientere Umsetzungsprozesse. Bspw. aus 4 mach 2
• Abschaffung von Eigenentwicklungen: Der Ersatz durch Standardlösungen reduziert langfristig Kosten und Ressourcenbedarf, die bürgernah eingesetzt werden können.
Fazit: Stuttgart benötigt eine Digitalisierung mit Mehrwert! durch Standardlösungen, die Kosten senken, Prozesse effizienter und nachhaltiger machen und die Bürgernähe stärken.

Kommentare

10 Kommentare lesen

Generell unterstütze ich jeden Vorschlag zum Abbau von Bürokratie und zum Ausbau der Digitalisierung. Die verpflichtende Nutzung bestimmter (vor allem US-Amerikanischer) Softwarelösungen sehe ich jedoch kritisch.

Ich kann mich meinem Vorredner nur anschließen. Ein unterstützenswerter Vorschlag. Allerdings würde ich auf die Benennung konkreter Produkte verzichten, zumal dies auch rechtlich in einer möglichen tatsächlichen Umsetzungsphase wohl kaum möglich sein dürfte.

Auch aus Datenschutzgründen ist es keine gute Idee, MS-Produkte zu wählen, statt auf OpenSource-Lösungen zu setzen. Schade um die gute Grundidee, aber so ist Digitalisierung leider nicht im Bürgerinteresse:(

Das liest sich wie ein Bericht von McKinsey, die bereits das BAMF kaputt beraten haben.

Also, die Vorschläge für Digitalisierung sind alle richtig, aber die Nutzung proprietärer Software schafft zukünftig nichts als Abhängigkeit von Konzernen. Die Bundesregierung als auch das BSI weisen darauf hin, dass gerade solche Abhängigkeiten NICHT eingegangen werden sollen: Einmal aus finanzieller Sicht und zweitens aus Sicht der Sicherheit.

Ihre Vorschläge sind ok, aber machen sie keine Beratung von Dingen, die sie nicht begreifen.

@gugelhupf scheint die Thematik besser zu begreifen, benennt jene Technologien falsch: Es heißt FOSS (Free and Open Source Software), denn Open Source ist eine Silicon Valley Spielart von FOSS, bspw. Android ist Open Source, aber nicht frei.

Freie und offene Software sind die einzige zukunftssichere Technologie, die unsere Bedürfnisse langfristig befriedigen kann. Zum einen behalten Behörden ihre Souveränität und jede Eigenentwicklung wird automatisch freie und offene Software für andere Kommunen.

Alles andere ist Geldmacherei, Beschiss am Bürgerhaushalt und eine Beleidigung für Organisationen wie die EFF (Electronic Frontier Foundation). Öffentlich genutztes Geld für Software sollte IMMER kostenfrei nutzbare Services produzieren.

PUBLIC MONEY — PUBLIC CODE!

Guten Tag, es ist wirklich gut , wie verschiedene Sichtweisen ausgetauscht werden. Oftmals wirkt die Argumentation so, als wären einige Personen aus persönlichen Gründen gegen weitverbreitete Standardsoftware, die weltweit eingesetzt wird, und möchten die Digitalisierung unserer schönen Stadt nicht schnell voranbringen.
-> Es gibt beispielsweise jedoch einige Bundesländer, die auf Standardsoftware, darunter auch M365, setzen.

1)Die Stadt sollte ebenfalls an die Zukunft denken und Standardprodukte einsetzen. Dadurch könnte Sie endlich eine rasche reale Digitalisierung erreichen und das Personal effizienter einsetzen, zum Beispiel in direkter, serviceorientierter Bürgerbetreuung, Kinderbetreuung oder im Städtebau etc.

2)Im zweiten Schritt könnte man dann untersuchen, ob die von Ihnen vorgeschlagene Software besser ist als die Standardsoftware.

Start) Lassen Sie die Stadt doch zunächst mit den Standardprodukten welche Welt weit eingesetzt werden starten und dabei auch u.a den Nachhaltigkeitsaspekt , Ausfallsicherheit etc. berücksichtigen, der durch Standardprodukte und Cloudservices gefördert wird. Darüber hinaus sollte auch die Region gestärkt werden, und es gibt sicherlich einige Beispiele, die Ihnen in dem Zusammenhang bekannt sind ; Nachfolgern ein Beispiel:

https://www.deloscloud.de/index.html

Erkenntnis) Es ist wichtig, dass die Stadtverwaltung den Fortschritt und die Vorteile der Standard Digitalisierung erkennt und entsprechend handelt. Standardsoftware ist in der Regel ein wichtiger Baustein, um unsere Stadt schnell zukunftsfähig zu machen und so einen enormen Mehrwert für Bürger*innen und Unternehmen darstellt .

". Einführung der Microsoft Office 365 Cloud-Lösung: Die Umstellung von veralteter Open-Source-Software auf Microsoft Office 365 ermöglicht eine moderne, sichere Arbeitsumgebung. Module wie Outlook könnten kurzfristig implementiert werden, während die vollständige Umstellung innerhalb von zwei Jahren erfolgen kann, was die Effizienz steigert und IT-Wartungskosten senkt."

Also entweder hat hier jemand keinerlei Ahnung oder wird bezahlt. MS ist datenschutztechnisch extrem fragwürdig, teuer und eben nicht fortschrittlich. Es gibt exzellente FOSS-Lösungen, bei denen man auch den heimischen Standort fördert und nicht einen großen US-Konzern.

Digitialisierung: ja. Aber auf keinen Fall so, das ist nämlich das, was bisher alles behindert und extrem kostet.

Ich bin gegen den Vorschlag, da er
unnötig Stuttgarter Steuergelder vernichtet, da die genannten Anbieter völlig überteuerte Preise aufrufen – selbst bei sicherlich eingeräumten Sonderkonditionen für den öffentlichen Dienst

Wettbewerb schwächt (bzgl. Microsoft 365 faktisch nahe Null gebracht) und damit langfristig überhöhte Preise zementiert

Stuttgart in starke Abhängigkeiten bringt, so dass ein Wechsel unendlich dauert und viel kostet (und praktisch unmöglich wird). Die großen Anbieter mit ihren proprietären Schnittstellen verhindern Wahlmöglichkeiten und dadurch Wettbewerb (z.B. Entra ID–Zwang für MS Anwendungen anstelle Offenheit wie es andere Anbieter auch können mit SAML und OAuth 2.0 mit verschiedene Identitätsdiensten). Preiserhöhungen und Technologiestrategien muss der Kunde aufgrund der faktischen Abhängigkeit schlucken

schwächt die Digitalisierung, da durch das Produktbundeling z.T. drittklassige Produkte mit lizenziert sind, so dass bessere Produkte kaum mehr eine Chance haben und dadurch die Produktivität des Kunden leidet.

gefordert wird hier Digitalisierung, dabei ist das Handling mit Office Dateien generell die größte Digitalisierungsbremse überhaupt. Sie erzeugen Medienbrüche, haben Struktur- und Formateigenschaften, die echter Ende-zu-Ende Digitalisierung entgegen stehen.

es gibt sehr leistungsfähige und mit flexiblen, offenen Schnittstellen, Standards und Formaten ausgestattete Workflow-Systeme o.ä.; da muss man nicht auf die genannten Hochpreisanbieter setzen

btw. der Vorschlag klingt, als müsste LobbyControl gegen das Marketingsprech untersuchen. Schade um das Instrument Bürgerhaushalt.

Meine Güte, das war ein Vorschlag. Es ist doch no ht bindend welche Software man nimmt. Wie sich manche hier ereifern ist schrecklich.

Nehmt wegen mir wieder Linux (was überhaupt no ht funktioniert hat), aber sorgt dafür, dass es endlich digital rund läuft.

Und an all die "Fachleute" hier, bewerbt euch bei der Stadt für so Projekte.

public money, public code
sich in Zeiten von hybriden Angriffsszenarien an ein amerikanisches Unternehmen zu binden...

Es ist faszinierend zu beobachten, wie einige Diskussionsteilnehmer*innen hier wenig wertschätzend schreiben.
Sie sollten der Stadt auch die Möglichkeit geben, mit weltweit etablierten Standardprodukten zu beginnen und dann zu überlegen, ob die von Ihnen vorgeschlagenen Softwarestrukturen für Sie in Frage kommen. Getreu dem Motto: *Möge das beste Produkt gewinnen!* -Sowas nennt man auch Freie Marktwirtschaft - falls dies hier einige nicht verstehen möchten -

Das Thema Datenschutz könnte bei der bewährten Standardsoftware, die weltweit eingesetzt wird, u.a. bei den Bundesländern, die dies erfolgreich eingeführt haben, erfragt und adaptiert werden.
Es ist erstaunlich, wie viele Emotionen in dieses Thema einfließen, obwohl es für viele Unternehmen und Bürger*innen gar kein Problem darstellt, da diese bereits mit den gängigsten weltweiten Produkten arbeiten.

Die Stadt möchte laut Homepage schließlich auch ein attraktiver Arbeitgeber sein. Dazu gehört es auch, weltweit eingesetzte Standardsoftware zu nutzen, die u.a nicht nur Effizienz und Sicherheit bietet, sondern auch die Attraktivität der Stadt als modernen und zukunftsorientierten Arbeitsort unterstreicht.