Wir, die Kriegs Enkel Stuttgart, stellen folgenden Antrag: Die Stadt Stuttgart soll die kontroverse Skulptur "Hommage an Sonny Liston" von Alfred Hrdlicka entfernen, die derzeit vor einem Gebäude mit NS-Geschichte und NS Offiziere am Stauffenbergplatz steht. Gleichzeitig fordern wir eine umfassende kritische Auseinandersetzung mit der kolonialen und nationalsozialistischen Vergangenheit der Stadt, insbesondere mit Blick auf Kunst und Denkmäler im öffentlichen Raum.
Die Darstellung des US-amerikanischen Boxers Sonny Liston als entblößte, monströse Figur ohne historischen oder kulturellen Bezug zu Stuttgart wirft erhebliche ethische und gesellschaftliche Fragen auf. Die Platzierung vor einem Täterort des NS-Regimes, einem ehemaligen Nazi-Gebäude, verstärkt die Problematik.
Unsere Kernforderungen:
Entfernung der Sonny-Liston-Skulptur:
Die skulpturale Darstellung Listons entwürdigt nicht nur die Person Sonny Liston, sondern verstärkt durch ihre Nacktheit und Entmenschlichung Assoziationen mit kolonial-rassistischen Praktiken, wie der entblößenden Degradierung auf Sklavenmärkten oder in Konzentrationslagern.
Die Platzierung an einem historischen Ort mit NS-Bezug ist nicht vertretbar und vermittelt ein respektloses Bild gegenüber den Opfern des Nationalsozialismus.
Kritische Aufarbeitung der Vergangenheit Stuttgarts:
Stuttgart hat eine lange Geschichte von Verstrickungen in koloniale Ausbeutung, nationalistisches Gedankengut und NS-Täterstrukturen. Es ist unerlässlich, dass die Stadt ihre Verantwortung wahrnimmt, diese Vergangenheit offen und kritisch aufzuarbeiten.
Wir fordern eine Aufklärung darüber, warum und wie Kunstwerke wie dieses in den öffentlichen Raum kommen, ohne Rücksicht auf die Öffentlichkeit, und die Nachkommen des Boxers.
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