Komplette Einstellung aller Subventionszahlungen an kulturelle Einrichtungen innerhalb von zehn Jahren

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Stuttgart (gesamt)
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  • Kultur
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Sparidee

Für unsere Stadt ist der Vorschlag:

Ergebnis:

138
weniger gut: -747
gut: 138
Meine Stimme: keine
Platz: 
1897

Jährliche Kürzung der Subventionszahlungen an alle kulturellen Einrichtungen der Stadt um 10 % vom Ausgangswert des letzten Doppelhaushalts. Dadurch werden die Subventionszahlungen spätestens binnen 10 Jahren auf €0 zurückgefahren. Der Zeitraum gibt den Subventionsempfängern Planungssicherheit. Jedem Bürger steht frei, ob, wie und in welchem Umfang er kulturelle Angebote wahrnimmt. Jeder kann selbst entscheiden, ob er ein Musical besucht, Streamingangebote nutzt, Opernaufführungen beiwohnt, ins Kino geht oder Konzerte genießt ... oder nichts davon tut. Es ist nicht Aufgabe von Politikern darüber zu befinden, was Kultur ist und was nicht. Ebenso wenig ist es Aufgabe von Politikern, unter Zwang (Steuern) das Eigentum der Bürger an ausgewählte kulturelle Einrichtungen zu verteilen.

Die jährlichen Subventionszahlungen verschlingen jährlich hohe Millionensummen, die zuvor jeder einzelne Bürger aus seinem Eigentum zahlen muss. Die eingesparten Millionen sind durch Steuersenkungen an die Bürger zurückzugeben. Die Bürger entscheiden dann selbst, ob und in welchem Umfang sie das Geld ausgeben wollen und unterstützen dadurch gezielt die kulturellen Angebote, die sie interessieren.

Anbieter von kulturellen Angeboten müssen sich wie jedes andere Unternehmen dann selbst durch Sponsoren, Spenden und Ticketverkauf finanzieren. Für Kinos, Streaminganbieter, Musicals und die großen Konzertanbieter ändert sich dadurch nichts, da sie auch heute kaum oder keine Subventionen empfangen. Betroffen wären hauptsächlich solche kulturellen Einrichtungen und Angebote, die bisher an den Bedürfnissen und Interessen der Bürger vorbei gehandelt haben und deshalb ihr Angebot nicht die erforderliche Nachfrage bei den Bürgern fand.

Kommentare

18 Kommentare lesen

Kultur ist ein wichter Grundstein im Leben von Menschen. Der Besuch einer kulturellen Veranstaltung ist erweiternd für den Horizont eines jeden. Egal ob man ins Kino oder in die Oper geht. Kultur trägt auch zur Meinungsbildung und zum Meinungsaustausch unter Menschen bei, was in der heutigen Zeit sowieso nicht mehr richtig funktioniert. Ich finde eher, dass Kultur für wirklich jeden zugänglich wird. Schade, wenn Menschen keine Lust haben, ihren Horizont zu erweitern. Lobenswert finde ich auch den Kulturpass für Jugendliche

Kunst und Kultur gehören zu einer gesunden Infrastruktur und sollten auch weiterhin bezuschusst werden. Dafür zahle ich Steuern!

Kunst und Kultur machen unsere Stadt lebenswert und auch attraktiv. Das großartige Kulturangebot in Stuttgart sollte unbedingt erhalten werden, es macht Freude, gibt Anlass zur Diskussion und für jeden ist etwas dabei. Es gibt viele Möglichkeiten auch für Menschen, die wenig Geld dafür ausgeben können.

Kultur für alle ist ein wesentlicher Bestandteil einer Demokratie. Dass Sie in einem Satz Musicals, Opern-Aufführungen, Kino und Streaming-Angebote nennen, ist aber schon ein Indiz, dass Sie eigentlich die Unterschiede zwischen öffentlichen Aufgsben für Kulturförderung und privatwirtschaftlichen Angeboten nicht kennen. Ich möchte weiterhin gerne in einer Stadt leben, die nicht nur profitorientierte Kultur-Angebote hat.

Kerstin, für mich sind ihre Zeilen im Kommentar sehr viel mehr ein Indiz dafür, dass sie ihre eigenen kulturellen Geschmäcker und Ansprüche als Maßstab für die all Menschen nehmen.

Kultur ist nicht nur die Oper. Kultur ist nicht nur das Musical. Kultur ist nicht nur das Theater. Kultur ist nicht nur das Kino. Kultur ist nicht nur ein klassisches Konzert. Kultur ist nicht nur ein guter Film. Alles davon ist Kultur. Gefördert wird selbstverständlich nur ein winziger Teil davon. Der Rest muss zusehen, wie er das Interesse der Menschen weckt und so eigenwirtschaftlich überlebt. Und so sollte es auch sein.

Kulturelle Angebote die sich nicht selbst tragen, zeigen ja deutlich, dass sie nicht genügend Menschen davon überzeugen können, dass ihr Angebot es wert ist, von den Menschen finanziert zu werden. Stattdessen „erpresst“ man sich halt Geld vom Steuerzahler mit Gewalt. Das können zum Beispiel Betreiber von Theatern tun. Das können aber nicht Betreiber von Kinos tun. Obwohl beides ohne Zweifel zur Kultur gehört.

Hm, ich denke, die Wahrheit liegt irgendwo in der Mitte. Stuttgart ist überregional bekannt für Oper und Ballett. Das zu erhalten funktioniert nicht ohne Steuergelder. Es zieht aber auch wieder Menschen an, die die Stadt kulturell und finanziell bereichern. Die neoliberale Denkweise, dass sich alles vom ersten Moment an finanziell rechnen muss, zerstört leider Kreativität und Kultur. Außerdem belebt es die Stadt nachts, wenn Operngänger in den Park in die Cafés und die Restaurants strömen. 10 bahnfahrende Ballettzuschauer sind ein Segen für das Sicherheitsgrfühl im öffentlichen Raum...

Ich unterstütze voll und ganz die Idee, dass der Tiefbunker am Diakonissenplatz zu einem Kulturzentrum wird und die entsprechenden Subventionen erhält. Ich selbst bin Künstlerin und habe im Tiefbunker 2021, 2022 und 2023 verschiedene Kunstprojekte dort aufgeführt. Die Besucher fanden die Veranstaltungen sehr spannend. Der Tiefbunker ist ein äußerst inspirierender Ort und hat mittlerweile ein eigenes Publikum. Er ist einzigartig und perfekt für die freie Szene in Stuttgart, da dort kreative, interdisziplinäre Projekte stattfinden können, und Künstler*innen aus verschiedenen Bereichen ihre Projekte entwickeln können. Es ist sehr positiv und bereichernd, dass die Räume unter der Erde, die einst für negative Zwecke genutzt wurden, nun für etwas Positives und Konstruktives genutzt werden: Kultur, Kunst, Gesellschaft. Der Tiefbunker am Diakonissenplatz bringt Menschen aus Stuttgart-West und ganz Stuttgart auf eine ganz besondere Weise zusammen. Ich bin absolut dafür. Es lebe die Kunst!

Für mich kommt bei dem Beitrag eine bestimmte politische Gesinnung durch! Kunst und Kultur ist ein fester Bestandteil des kultivierten und demokratischen Zusammenlebens! Es gehört zur Plicht einer Gesellschaft dazu, dies zu fördern, so dass auch Menschen, die sich dies nicht unbedingt leisten können, daran teilnehmen können und wir auch den Kindern die Möglichkeit bieten, Zugang zu Kunst und Kultur zu bekommen!

Kunst und Kultur sind unbedingt zu fördern. Z.B die Oper, inkl. Staatstheater und Ballet sind eine elementare kulturelle Bereicherung für alle und Einladung, den eigenen Horizont zu erweitern und Kunst zu genießen. Steuern sind für Kunst und Kultur in jedem Fall gut verwendetes Geld.

Besser Kunst foerdern jedweder Art als Scheiss Kriege im Ausland , Drexx Plandemien und Demozid durch illegale Soritzendeals von Biowaffen, oder absurde Klimawandelmassnahmen jedweder Art die einen Klinawandel den es nicht gibt voran treiben......kurz es ist bezeichnend, dass Kunst nicht gefoerdert werden soll, schliessluch ist selber denken in dieser Gott verlassenen Endzeit im unattraktiver.......

Gerne schließe ich mich Jan111 und Kerstin an. Ergänzend eine These: Uns Menschen zeichnet nicht das berühmte 'Fressen und Gefressen werden' aus, sondern -unter anderem- die Kultur. Kultur besteht aus sehr viel mehr, als dem sich selbst tragenden 'Mainstream'. (Möglicherweise ist der Mainstream sogar die eigentliche Nische?) Verständlich also, dass ich Kultur-Förderung nicht nur für erstrebenswert, sondern für notwendig halte.
Gleichzeitig möchte ich zu überlegen geben, dass eine Förderung -im Gegensatz zum reinen Kommerz- durch ein Vielfaches an ehrenamtlichem Einsatz veredelt wird und damit in mehrfacher Hinsicht ein guter 'Invest' ist.
Trotz gegenteiliger persönlicher Meinung danke ich für den Vorschlag und damit die Möglichkeit, das Thema zu diskutieren. Schade nur, dass pdv sich hinter einem Kürzel verbirgt, ich wäre sehr an einem persönlichen, offenen, wertschätzenden und gerne auch kontroversen Dialog interessiert.

Nochmal nachdenken: 10x10% gibt nicht Null - Mathe für die Mittelstufe ...

Kulturelle Vielfalt und gesellschaftlicher Mehrwert
Kultur ist nicht nur ein privates Konsumgut, sondern erfüllt wesentliche gesellschaftliche Funktionen. Öffentliche Kulturförderung ermöglicht Vielfalt, Experimentierfreude und Teilhabe für alle – auch für Menschen, die sich kommerzielle Kulturangebote nicht leisten können. Ohne Subventionen würden insbesondere nicht-kommerzielle, innovative oder gesellschaftskritische Kulturangebote verschwinden.

Kulturelle Bildung und soziale Integration
Viele kulturelle Einrichtungen – von Theatern über Museen bis hin zu freien Bühnen – leisten wertvolle Bildungsarbeit und fördern soziale Integration. Sie bieten Räume für Begegnung und Austausch und tragen zur Identität der Stadt bei.

Wirtschaftliche Effekte der Kulturförderung
Die Kulturbranche ist ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Subventionierte Kultureinrichtungen schaffen Arbeitsplätze, ziehen Tourist*innen an und tragen zur Attraktivität des Standorts bei. Die eingesetzten öffentlichen Gelder fließen in vielen Fällen in die lokale Wirtschaft zurück und erzeugen einen wirtschaftlichen Mehrwert.

Planungssicherheit und Marktlogik
Während der Vorschlag betont, dass ein zehnjähriger Übergang Planungssicherheit biete, ist fraglich, ob sich alle betroffenen Einrichtungen innerhalb dieses Zeitraums an rein marktwirtschaftliche Strukturen anpassen könnten. Anders als private Unternehmen verfolgen viele Kulturinstitutionen auch Bildungs- und Gemeinwohlziele, die sich nicht immer durch Ticketverkäufe oder Sponsoren finanzieren lassen.

Demokratische Legitimation der Kulturförderung
Die Entscheidung, welche kulturellen Angebote gefördert werden, erfolgt nicht willkürlich durch „Politiker“, sondern durch gewählte Gremien, Expert*innen und Bürgerbeteiligung. Bereits heute gibt es Diskussions- und Entscheidungsprozesse, die sicherstellen, dass öffentliche Gelder sinnvoll investiert werden.

Der gesellschaftliche Mehrwert von Kultur und deren Förderung ist wohl hie und da spürbar, aber nicht messbar. Bezifferbar sind jedoch die Kosten für die Oper, den geplanten Konzertsaal und das geplante Haus für Film und Medien. Es handelt sich um exorbitante Ausgaben für ein kleines Klientel. Auch wenn mir der Ansatz von pdv etwas radikal erscheint, die Stoßrichtung passt.

Kultur ist wichtig. Trotzdem halte ich das Ansehen des Antragstellers für richtig. Wir bezahlen zwangsweise die weltweit höchsten Rundfunk-und Fernsehgebühren für zweifelhafte Inhalte und bezahlen zwangsweise Steuern für Kultureinrichtungen, die die meisten Stuttgarter selten oder gar nicht besuchen. Mit nicht gezahlten Steuern ließen sich die höheren Ticket Preise durchaus bezahlen.

Kunst und Kultur sind enorm wichtig für die Gesellschaft und es wäre fatal die Subventionen zu kürzen oder gar einzustellen! Sie müssten sogar noch stärker gefördert werden und viel zugänglicher für alle Menschen zu machen!

Ein Leben ohne Kultur kann ich mir nicht vorstellen. Eine Kultur ohne Subventionen will ich mir nicht vorstellen.

Subventionen töten die Kunst. Sie machen die Kulturschaffenden gefügig, die von ihnen profitieren. Subventionen fördern ineffektive, ständig mehr Geld fordernde Institutionen, in denen einige wenige die Pöstchen unter sich verteilen. Und sie verzerren so sehr den Wettbewerb, dass es für Kulturschaffende, die von diesen Fleischtöpfen und Aufführungsorten ausgeschlossen sind, fast unmöglich ist, ihre Werke kostendeckend einem Publikum zu präsentieren. Gerade unter regelmäßigen Hochkulturgängern gelten Eintrittspreise von 100 Euro schon als teuer, für 18 Euro sollte man schon ein Kammerkonzert bekommen, aber bitte inkl. VVS-Ticket. Konzertgänger anderer Genres sind aber durchaus bereit, wesentlich mehr zu bezahlen - unabhängig von deren finanzieller Situation - gerade weil sie die Arbeit ihrer Künstler noch selbst wertschätzen. Dass die Allgemeinheit für das Amüsement einer Minderheit aufkommen muss? Kommt aus der Feudalzeit.Ich finde das nicht zeitgemäß. Und auch nicht demokratisch.