Eduard-Pfeiffer-Platz (Teckplatz) belassen wie er ist

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Stuttgart-Ost
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Sparidee

Für unsere Stadt ist der Vorschlag:

Ergebnis:

141
weniger gut: -277
gut: 141
Meine Stimme: keine
Platz: 
1895

Die geplante Umbau-Maßnahme für den Eduard-Pfeiffer-Platz (Teckplatz) nicht ausführen.
Keine Bäume pflanzen, das Kopfsteinpflaster belassen und keine weiteren Bänke aufstellen.

Kommentare

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Unabhängig vom Inhalt: Sie tun sich und allen einen Gefallen, wenn Sie ihre Maßnahme irgendwie einbetten oder begründen.

Der historische Kopfsteinpflaster muss erhalten bleiben. Gerade weil in der NS Zeit das Zwangsarbeiter Lager in der Ostheimer Schule war. Die über 600 Menschen sind morgens auf Ihren gefährlichen Einsätzen, auch über den Teckplatz gelaufen.
Als Radfahrer weiß man, dass man auf Kopfsteinpflaster besonders vorsichtig fahren muss. Daher, belassen wie es ist und dafür eine Stolperschwelle, für die Opfer an der Ostheimer Schule erinnern.

Was für ein irrer Vorschlag.

Der Teckplatz wird ohne Autos und mit mehr Bäumen zu einer Oase aufgewertet!

Da Zweifel ich echt alles an wenn man solche Vorschläge liest. Ohne Autos, Sitzmöglichkeiten und weitreichender Begrünung ist das eine regelrechte Oase. Cafes, Bäckereien und andere Läden könnten hier platz finden und das komplette Areal aufwerten und somit den Osten für Anwohner attraktiver und lebhafter machen.

Zitat von der Homepage der Stadt Stuttgart: "Das historische Kopfsteinpflaster aus Granit prägt das Erscheinungsbild des Platzes. Es soll bei der Umgestaltung auf jeden Fall erhalten bleiben und nur, wo notwendig, erneuert werden."

Die meisten Anwohner, die davon tatsächlich betroffen sein werden hinsichtlich Lärm, Verschmutzung, etc., wollen diese Umgestaltung nicht.
Dazu kommt, dass der komplette Platz für 600.000 € umgebaut werden soll. So hat das auch das Tiefbauamt bestätigt. Kleinere Maßnahmen kosten in Stuttgart allerdings schon deutlich mehr. Wir werden sehen, ob 600.000 € realistisch sind, wohl eher kaum. Ich halte es für Verantwortungslos an einem Platz Geld zu vergraben, obwohl 50m weiter ein autofreier Platz existiert und obwohl Kitas/Schulen deutlich dringender auf Gelder angewiesen sind.
Außerdem: Bäckereien und Cafés sind vorhanden. Sie sind schon da, weil es auch jetzt schon ein schöner Platz ist.
Schönheit ist relativ. Die Pläne lassen nicht auf Verschönerung des Platzes schließen (insbesondere Betonklötze, die zum Verweilen einladen sollen?!?).
Alles in allem ein nicht durchdachtes Konzept, das Gelder verschwendet, was in Stuttgart an einigen Ecken dringender benötigt wird.

Wenn der Charakter des Platzes trotzdem erhalten bleibt, inklusive des Kopfsteinpflasters, dann kann man ruhig mehr Bäume und Sitzbänke integrieren. Das ist möglich.

Die Frage ist, für wen diese Umgestaltung erfolgen soll? Sicherlich nicht für die Mehrzahl der Anwohnenden. Diese möchten, wie schon erwähnt, die Umgestaltung nicht. Sie leben sehr gerne in einem bisher ruhigen Wohngebiet zentrumsnah mit vielen Einkaufsmöglichkeiten in Laufnähe. Der Lukasplatz liegt direkt um die Ecke, bietet ausreichend Sitzplätze und ist darüber hinaus noch vollkommen autofrei. Auch am Eduard-Pfeiffer-Platz gibt es schon 12 Sitzplätze im Schatten.
Die Kolonie Ostheim hat beide Weltkriege nahezu unbeschadet überstanden. Ein Spaziergang durch Ostheim vermittelt daher den Eindruck, als betrete man eine völlig andere Welt. Hier kann man sich noch von der lebendigen Vergangenheit inspirieren lassen. Der Eduard-Pfeiffer-Platz ist ein zentraler Bestandteil der denkmalgeschützten Kolonie Ostheim und daher ein wichtiges Zeugnis der Arbeiterarchitektur. Eine Umgestaltung des zentralen Platzes würde jedoch die Vergleichbarkeit mit der Vergangenheit unmöglich machen und das Gesamtbild des Ensembles Kolonie Ostheim nachhaltig und nicht nur temporär zerstören. Es werden hier außerdem für andere Projekte dringend benötigte Gelder verschwendet. In der Abelsbergstraße wird beispielsweise Aufenthaltsfläche für ein Nachbarschaftszentrum benötigt. Dort ist eine Aufwertung des Stuttgarter Ostens dringend nötig, nicht jedoch am Eduard-Pfeiffer-Platz, der durch die geplante Umgestaltung nur noch schöner und angenehmer gemacht werden soll. Schön ist er ja schon! Ein Denkmal ist aber nicht nur wegen seiner vermeintlichen Schönheit ein Denkmal, sondern aufgrund seiner geschichtlichen, wissen­schaftlichen oder städtebaulichen Bedeutung.

Ich stimme Teneriff eindeutig zu, man kann den Charakter des Platzes erhalten und sogar steigern mit einer vorsichtigen Anpassung an heutige Bedürfnisse nach mehr Schatten, Sitzbänken,
schönen Anpflanzungen, Bäumen und etwas mehr Aufenthaltsfläche für Fußgänger. Dabei soll das Kopfsteinpflaster erhalten werden. (man könnte es höchstens etwas abschleifen wie in Basel in der historischen Altstadt, das wäre fußgängerfreundlicher und macht weniger Lärm beim Überfahren, sofern es der Denkmalschutz zulässt). Der Platz ist ja ein öffentlicher Platz, der allen Bürgern zugänglich ist (kein privater Anwohnerplatz). Daher darf er auch dem sozialen Leben der Menschen aus Stuttgart Ost dienen - natürlich immer unter Berücksichtigung der berechtigten Interessen der direkten Anwohner. Anstand und gegenseitiger Respekt sind dabei der Maßstab.

Der ganze Platz mit den angrenzenden und umliegenden Häusern steht unter Denkmal- und Ensembleschutz. Er dient nicht selten als Kulisse für Filmaufnahmen, insbesondere bei Filmen mit historischen Hintergrund. Von den dort wohnenden Menschen wird erwartet und verlangt, dass sie bei geplanten Umbaumaßnahmen diese Schutzvorschriften strengstens beachten. Die Stadtverwaltung glaubt, sich darüber hinwegsetzen zu dürfen. Die Mehrheit der hier lebenden Menschen, möchte den Platz in dem Zusatnd erhalten, wie er gerade ist. Wenn Änderungen oder "Verbesserungen", dann nur ganz wenige und ganz behutsam. Dieser Platz muss seinen Charakter behalten. Der nur wenige Meter entfernte Lukasplatz wäre wesentlich geeigneter für solche Maßnahmen, die die Aufenthaltsqualität verbessern.

Der Platz als historisches Erbe

Dieser Platz ist mehr als nur ein Stück Stadtfläche. Er ist ein Zeugnis vergangener Zeiten, ein Ort, der Geschichten erzählt und Identität stiftet. Die Menschen, die hier leben, haben sich bewusst für diesen Ort entschieden – nicht trotz, sondern wegen seines historischen Charmes.

Es ist nur fair, dass sie erwarten können, dass dieser Charakter erhalten bleibt. Jeder Eingriff, sei es durch Umbauten oder „Verbesserungen“, würde diesen einzigartigen Geist gefährden.

Die Stimme der Anwohner zählt

Die Mehrheit der hier lebenden Menschen wünscht sich, den Platz so zu belassen, wie er ist. Das ist ein starkes Signal. Die Bewohnerinnen und Bewohner sind diejenigen, die diesen Ort täglich erleben und pflegen. Ihre Stimme sollte bei solchen Entscheidungen im Mittelpunkt stehen. Es ist nicht nachvollziehbar, warum Initiativen aus anderen Stadtteilen, die diesen Platz nicht täglich erleben, hier mitbestimmen.

Kosten und Sinnhaftigkeit

In einer Zeit, in der wir alle sparsam mit Ressourcen umgehen müssen, ist es schwer zu verstehen, warum eine Million Euro für ein paar Bänke, ein paar Bäume und eine begrünte Verkehrsinsel ausgegeben werden soll? Jeder Eingriff in das Kopfsteinpflaster oder in den historischen Belag, wäre nicht nur teuer, sondern würde auch den Charakter des Platzes zerstören. Geld, das wir heute verschwenden, fehlt morgen an anderer Stelle – zum Beispiel für dringend benötigte Projekte in der gesamten Stadt.

Alternative: Der Lukasplatz

Der nur wenige Meter entfernte Lukasplatz wäre eine weitaus geeignetere Lösung für Maßnahmen, die die Aufenthaltsqualität verbessern sollen. Hier könnten neue Bänke, Grünflächen oder andere Modernisierungen sinnvoll umgesetzt werden, ohne den historischen Charakter des geschützten Platzes zu gefährden. Warum also nicht dort ansetzen, wo Veränderungen tatsächlich einen Mehrwert bieten?

Empathie für die Anwohner

Es ist wichtig, die Bedürfnisse und Wünsche der Menschen, die hier leben, ernst zu nehmen. Sie haben sich bewusst für diesen Ort entschieden und schätzen ihn genau so, wie er ist. Jede Veränderung, die gegen ihren Willen durchgesetzt wird, wäre nicht nur ein Angriff auf den Platz, sondern auch auf ihre Lebensqualität.

Das Ziel - Erhalt statt Veränderung

Der Platz ist ein Juwel unseres Stadtteil – ein Ort, der Geschichte atmet und Identität stiftet. Es wäre ein Fehler, ihn durch unnötige und kostspielige Eingriffe zu gefährden. Stattdessen sollten wir ihn bewahren, wie er ist, und das Geld dort investieren, wo es wirklich gebraucht wird.

Lassen Sie uns gemeinsam dafür sorgen, dass dieser Platz seinen Charakter behält – für die Menschen, die hier leben, und für die Generationen, die nach uns kommen.

Das Kopfsteinpflaster soll im Rahmen der Umbaumaßnahme angeblich bgeschliffen und angehoben werden. Beim Umbau am Bessarabien-Platz sind dabei alle Pflastersteine zerbrochen.
Baumkästen aus Stahl entsprechen zudem meiner Meinung nach nicht dem Denkmalschutz.
Jeder der für diese Maßnahme ist, sollte sich auch mal fragen, ob er/sie gerne öffentliche Bänke direkt unter Kinder- und Schlafzimmerfenster haben möchte ?!
Für Sitzgelegenheiten mit Schatten gibt es am Lukasplatz ausreichend Platz. Am Lukasplatz hat sich trotz Bänke bis heute kein Café oder Bäcker niedergelassen.