Stadtbahn zur Uni Hohenheim

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Stadtbezirk: 
Plieningen
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Thema: 
Busse, Bahnen (ÖPNV)
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Wirkung: 
Ausgabe

Für unsere Stadt ist der Vorschlag:

Ergebnis:

366
weniger gut: -147
gut: 366
Meine Stimme: keine
Platz: 
198
in: 
2013

Die Universität Hohenheim sollte endlich eine angemessene Stadtbahnanbindung erhalten.
Hierzu sollte man die Schienen der Linie U3 über den Parkplatz bis zur Universität verlängern. Für den Parkplatz kann Ersatz am bestehenden Parkplatz hinter dem Schloss geschaffen werden.
Außerdem sollte man die "Möhringer Kurve" (Riedsee-Sigmaringer Straße) vor den Studentenwohnheimen am Bahnhof verwirklichen. Somit wäre eine direkte Linienführung zur Uni Hohenheim und auch zum Möhringer Osten (SI-Centrum, etc) vom Hauptbahnhof aus möglich.

Die Fahrzeit vom Hauptbahnhof zur Universität würde sich von heute 28 Minuten auf ca. 24 Minuten verkürzen und wäre deutlich attraktiver, da Direktverbindung mit der Stadtbahn anstatt Umstieg vom vollen Bus über eine Holperstrecke am Fernsehturm.

Bis 1967 fuhr die Straßenbahn noch zur damals viel kleineren Uni Hohenheim. Heute studieren hier fast 10 000 Studenten und ca. 2000 Mitarbeiter.
Im alten Regionalverkersplan 2001 ist diese Maßnahme bereits als sehr wirtschaftlich beurteilt worden (als die Uni noch halb so groß war)
Zitat:
"Eine Anbindung der Universität Hohenheim durch eine Verlängerung der
Stadtbahn von Plieningen Garbe zur Universität Hohenheim, deren Kosten
auf etwa 10 Mio. DM veranschlagt werden können, würde auf dem Endast
2000 bis 2500 Fahrgäste erreichen, womit ein hoher Nutzen-Kosten-Faktor
auch durch Einsparung von Kfz-Fahrten zu erwarten ist. "
Weiter heißt es:
"Weitere Netzausdehnungen sollten vornehmlich im
Stuttgarter Norden mit Anbindung der Bereiche Burgholzhof, Hallschlag, Neugereut, sowie im Süden durch den Anschluss der Universität Hohenheim und
die Verbindung Möhringen - Fasanenhof - Flughafen vorgenommen werden"

Die U3 ist hier der letze noch nicht verwirklichte oder noch nicht in Planung befindliche Abschnitt aus den Empfehlungen des Regionalverkehrsplans.

Ergänzungen aus ähnlichen Vorschlägen: 

NutzerIn checker schreibt:
U3 bis nach Hohenheim
Die U3 die heute bei der Garbe endet sollte einspurig auf der Autostraße bis nach Hohenheim hinein in den Bereich zwischen Biobau und Mensa weiter geführt werden. Eine vergleichbare Vorgehensweise wurde in Jena am Ernst-Abbe-Platz realisiert.

Gemeinderat prüft: 
nein
Stellungnahmen und Beschlüsse
Bezirksbeiratshinweis: 

Der Bezirksbeirat Plieningen unterstützt den Vorschlag nicht, da er ihn für voraussichtlich nicht realisierbar hält.

Kommentare

20 Kommentare lesen

Die Verlängerung der Stadtbahn zur Uni Hohenheim scheiterte Mitte der 80er Jahre am Widerstand der Uni, weil sie auf die Parkplätze nicht verzichten wollte. Ein neuer Anlauf die Pläne wiederzubeleben ist unterstützenswert. Ein entsprechender Vorentwurf sollte von der SSB vorgelegt und bewertet werden.

Mitte der Achtziger Jahre ist lange her. Heute gibt es neue Rektoren und neue Rahmenbedingungen. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass der neue Rektor der Uni solchen Plänen gegenüber aufgeschlossen ist und eine Prüfung befürwortet (geht aus einer Anfrage meinerseits hervor). Wie gesagt für die Parkplätze sollte der bestehende Parkplatz hinter dem Schloss um zwei Parkreihen erweitert werden und würde so zu einem zentralem Parkplatz werden. Damit entfiele auch der heutige Parksuchverkehr.

Es schadet denke ich aber auch keinem morgens und abends mal 10 Minuten zu Fuß zu gehen.

@Julia: Es geht nicht darum dass man nicht 10 Minuten laufen kann. Von der künftigen Endhaltestelle sind es zu vielen Hörsälen immer noch mindestens 10 Minuten zu laufen. Vielmehr geht es darum, die Kapazität der schnellsten Verbindung zum Hbf zu erhöhen und die Attraktivität des ÖPNV sicherzustellen, da dadurch schlichtweg Kfz-Fahrten entfallen. Die bisherige schnellste Verbindung zum Hbf ist eine Busverbindung, die regelmäßig überfüllt ist und sehr lange dauert. Im Übrigen wurde die Maßnahme ja im Regionalverkehrsplan untersucht und der hohe Nutzen und die Wirtschaftlichkeit bestätigt.

Wer mit U-Bahn UND Bus nach Hohenheim aus der Innenstadt hoch fährt, freut sich besonders, wenn im Winter aufgrund des Schnee und Eises die Bushaltestellen nicht mehr angefahren werden und er erst umsonst wartet ( 20minuten Takt) und dann durchfroren nach Plieningen zur zuverlässigen U-Bahn läuft.

Ehrlich gesagt liest sich dieser Vorschlag für mich wie ein Scherz - auch wenn er wahrscheinlich nicht so gemeint ist.

1. Haben Sie erhoben, welche Kosten mit dieser Maßnahme verbunden sind? Ihr Zitat aus dem 2001'er Plan ist gut. Diese Zahlen in Euro werden wahrscheinlich gar nicht mehr reichen.
2. Welchen Deckungsbeitrag leisten die potentiellen Nutzer? So gut wie keinen, denn das Studi-Ticket ist - was ich sehr richtig finde - ein subventioniertes Geschenk an die Studenten.
3. Früher wie heute wird im Studienalltag viel gesessen - auf teils wirklich unzumutbaren Sitzmöbeln. Gerade deswegen - und ich schließe mich da Julia Breunig an - ist etwas Bewegung durchaus sehr sinnvoll.
4. Das Gros der Hörsäle (besonders jener mit großer Kapazität) befindet sich im vorderen Bereich der Uni. Von dort dürften es weniger als 10min Fußweg zur Garbe sein.

Sparen wir dieses Geld - woanders (im ÖPNV) ist es sicher sinnvoller investiert.

Ich verweise hier auf eine Wirtschaftlichkeitsuntersuchung des Verbands Region Stuttgart, die den Sinn dieser Maßnahme belegt.Der Kosten-Nutzen-Faktor ist hier übrigens deutlich höher als bei der U6-Verlängerung, die gerade noch über 1,0 kommt. Die Kosten werden sicherlich heute mindestens der gleiche Betrag in Euro sein, jedoch ist auch der Nutzen gestiegen, da sich die Zahl der Studenten in dem betreffenden Zeitraum mehr als verdoppelt hat (damals 4000, heute: 9000). Ob Bewegung gesund ist oder nicht, darum geht es hier nicht, die allermeisten bewegen sich auch so noch genug. Dann könnte man auch gar keine Stadtbahnen mehr bauen, da Bewegung ja gesund ist -> Resultat wäre alle fahren Auto. Es geht hier wie gesagt nicht darum, dass irgendjemand zu faul zum laufen ist, sondern darum, dass möglichst viele den ÖPNV nutzen. Beim derzeitigen Zustand nehmen eben viele auch öfters mal das Auto, das ist schlichtweg so. Ob das gut oder schlecht ist sei dahingestellt. Ich kenne die Verhältnisse aus eigener Erfahrung an der Uni und eine bessere Anbindung ist dringend notwendig!

Nun möchte ich doch nochmals kurz antworten.
Ich bin nicht pauschal gegen den Ausbau des ÖPNV, da haben Sie mich mißverstanden.
Ich bin dagegen, 10 Millionen Euro zu vergraben, damit einige Studenten 500m näher an der Uni aussteigen können. Zur Begründung / zu Ihren Einlassungen:

- Die Universität hat die Grenzen ihrer Aufnahmefähigkeit erreicht. Besonderes Wachstum und damit weitere Anforderungen an die Infrastruktur sind nicht zu erwarten.
Die Studie aus 2001, die Sie zitieren, hat immerhin das nun zustande gekommene Wachstum vorhergesehen, weswegen die damalige Empfehlung vielleicht durchaus richtig war. Heute ist sie das m.E. nicht mehr.

- Wirtschaftlichkeit bedeutet, daß ein Projekt direkt oder indirekt einen gleich hohen oder höheren Nutzen erzielt im Verhältnis zu seinen Kosten. Wenn Sie erklären können, wie dies der Fall sein wird, dann lasse ich mich überzeugen.

- Sie haben vollkommen Recht: Viele nehmen das Auto. Doch wie auch schonmal hier in einem anderen Thread ausgeführt, hat dies auch mit der Wohnstruktur der hiesigen Studierenden zu tun. Wohnen daheim bei den Eltern oder in WG's außerhalb der Stadt ist billiger als Wohnen in Stgt.
Da aber anders als früher der Vorlesungsbetrieb heute sehr früh beginnt und teils bis spät abends läuft, ergibt sich für diese auswärts wohnenden Studierenden aufgrund der teilweise unglaublich langen Anreise per ÖPNV, daß sie mit dem Auto anreisen müssen. 500m Stadtbahn bringen da leider nichts.
Dieser Zusammenhang zwischen wohnen und studieren ist übrigens nicht nur für die Stuttgarter Hochschulen gegeben, sondern auch für jene im Umland, wohin beispielsweise auch Stuttgarter Einwohner pendeln.

- Ich muß Ihnen widersprechen, was die Bewegung angeht: Einschlägige Studien der Krankenkassen und des BMG sprechen hier eine andere Sprache. Nie zuvor gab es so viele Programme zur Gesunderhaltung durch Sport und Bewegung - eben genau deshalb, weil sich unsere Gesellschaft zu wenig bewegt.
Kleiner Exkurs: In Brandenburg hat jüngst ein Arbeitsamt an freiwillige Teilnehmer aus der Riege der Langzeitarbeitslosen Schrittzähler verteilt und einen Fitnesswettbewerb ausgelobt - um die Menschen mittels Bewegung fitter zu machen. Man mag darüber denken, was man will - doch eines zeigt auch das: Wir sind nicht fit!
Das trifft auch für die Uni Hohenheim zu: Alle Kurse, die ausgleichende Bewegung und Fitness zum Ziel haben, sind dort überbucht. Seit Jahren.

Vielleicht könnte man dann noch gleich über einen Ringschluss von Plieningen an die Zukünftige U6 nachdenken um hier eine Umstiegsfreie Verbindung zu schaffen. Betrieblich wäre es doch sicher auch interessant die U3 durch die U6 zu ersetzen die dann eine Schleife fährt.

Die 500 Meter von der U3 bis zur Mensa (die etwa die Mitte der Uni darstellt) können die Studenten, Dozenten und Mitarbeiter sicher auch laufen. Es gibt ja sogar die Möglichkeit, dieses Stück mit dem Bus zurückzulegen.

Die Idee, die U3 durch eine verlängerte U6 zu ersetzen, kommt wohl leider zu spät. Die Gleisanlagen der jetzigen (noch sehr neuen) U3 wären dann wohl ungenutzt.

Die Idee finde ich sehr gut. Die Parkplatzsituation an der Uni ist mehr als bescheiden. Jeder, der behauptet, dass es nur 10 Minuten bis zur Uni sind, ist noch nicht bis zum Meiereihof gelaufen. Man braucht sich also nicht wundern, dass so viele mit dem Auto kommen. Zu den Kosten: Solange man eine U12 ins Dürrlewang (1,1 km für 25 Mio. €) verlängert für ca. 3500 Bewohner, sollte man doch ein Stück Stadtbahn für 10000 Studierende und ca. 2000 Mitarbeiter auch verlängern können.

@ Fetzi
So ist es.

@bibine
- Von den 10.000 Studierenden hält sich der überwiegende Teil vorderen Bereich der Universität auf, wo die großen Hörsäle sind. Dinge wie der Meiereihof sind eine Ausnahme für sehr wenige Angestellte und Studierende.
- Letztere Strecke könnte man sich durch Benutzung des Buses erleichtern.
- Die Sinnhaftigkeit der Stadtbahnverlängerung Dürrlewang ist nicht Gegenstand der hiesigen Debatte. Doch zeigt Ihr Kostenvergleich, daß ich mit meiner Schätzung von 10 Millionen Euro nicht verkehrt liege ;-)

Eine Stadtbahn ist eine langfristige Investition. Die Zahl der Studierenden wird langfristig abnehmen.
Darüber hinaus leisten die Studierenden einen verschwindend geringen Deckungsbeitrag zur vorgeschlagenen Maßnahme.

Die Anreise an die Hochschule ist für viele Studierende und Mitarbeiter mit dem ÖPNV nicht zeitökonomisch zu bewerkstelligen, weil diese einfach zu weit weg wohnen. Daher fahren sie mit dem Auto. Und daran ändern auch 500m Straßenbahn nichts. Der Bedarf an den Parkflächen, die dadurch wegfallen, müsste andernorts zu Lasten von Feldern gedeckt werden (zugegeben: Näher am Meiereihof ;-)).

M.E. also immer noch kein guter Vorschlag.

im Prinzip eine gute Forderung,steht immer noch im Flächennutzungsplan.Dürfte heute sehr teuer werden, da die Strecke teilweise getunnelt werden muß (Bezirksrathaus,Garbenkreisel und weiter??Uni wollte Parkplätze entlang der Garbenstr. nicht abgeben.)

@ Gerd. Einen Tunnel braucht man dazu sicher nicht, die Strecke könnte um das Bezirsrathaus herumgeführt werden, Kreisel ist auch kein Problem und auf dem Parkplatz wunderbar Platz. Wie oben beschrieben kann für den Parkplatz an anderer Stelle Ersatz geschaffen werden. Die Uni ist hierfür sicher offen, es gibt einen neuen Rektor.

vor einem Jahr hatte ich die Velängerung der U3 im Bezirksbeirat angesprochen, als die SSB dort vertreten war.Die konnten oder wollten zur Verlängerung der U3 keine Aussage machen, auch nicht zur potentiellen Streckenführung.Wir könnten auch als Bürger einmal die SSB einladen!

@Gerd: Aus einer persönlichen Anfrage bei der SSB letztes Jahr weiß ich, dass die SSB geplant haben sich im Jahr 2013 mit Entwicklungsmöglichkeiten der Stadtbahn im Bereich Plieningen/Birkach befassen wollten. Wichtig ist hier, dass auch der politische Wille dazu vorhanden ist und das eindeutige Signal aus der Bürgerschaft!

Also es sind knapp 700m, je nach dem, wo die Haltestelle angesetzt werden würde:
http://goo.gl/maps/ZC8aD
Es mag ja richtig sein, dass man durch die Forderung einer Kosten-Nutzenanalyse den Sinn eines solchen Projektes untersichen will aber einen Nutzen aus einer solchen Erweiterung zu quantifizieren halte ich für sehr schwierig, insbesondere für die Bürgerschaft.
Diese Aufgabe könnte man anderen, besser dafür qualifizierten Personen überlassen und hier unter Vorbehalt diesem Vorschlag zustimmen, da es im Bereich des Möglichen ist, dass mehr ÖPNV auch mehr Nutzen bringt.

Dieser sinnlose Vorschlag geisterte auch schon letztes Jahr durch den Stuttgarter Bürgerhaushalt.
Damals wie heute gilt: eine Verlängerung der Haltestelle von Garbe bis Uni würde eine riesige Baustelle für die Uni Hohenheim bedeuten - verbunden mit dem Verlust von (leider) unverzichtbaren Parkplätzen und Teilen des Parks. Man müsste den Kreisverkehr an der Garbe irgendwie überqueren und dann - gerade mal 300 m von der Garbe (10 min Fußweg) - eine Haltestelle einrichten, wofür es eigentlich keinen Platz gibt (ohne dass man einst mühevoll errichtete Uni-Gebäude wieder abreißt). Fazit: viel zu aufwendig, mager im Nutzen.

@Sebastian: Das ist schlichtweg falsch. Die Trasse ist baulich kein Problem. Bei neuen Strecken wie der u12 wird jede Kreuzung als Kreisverker mit Stadtbahn gebaut. Parl muss dafür auch nicht weichen der Parkplatz ist breit genug. Und für die Parkplätze gibt es Ersatz am bestehenden Parkplatz hinterm Schloss der zum zentralen Parkplatz wird, sie fallen also nich ersatzlos weg! Der positive Nutzen ist im Regionalverkehrsplan bescheinigt. Es geht eben nicht nur um die 700m, sondern darum die Verbindung zum hbf auf diese Route zu verlegen und zu beschleunigen.